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Es liegen noch einige Exemplare der schriftlichen Chronik zum 75-jährigen Jubiläum vor. Bei Bedarf bitte Kontakt über die angegebenen Adressen aufnehmen.
I. Pflichtfeuerwehr
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkruge-Borbeck beginnt mit der Anordnung der Gemeindeverwaltung Wiefelstede, in Neuenkruge eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen. Das war im Jahre 1920. Als Ausrüstung erhielt diese neu zu gründende Feuerwehr eine alte Handdruckspritze, die bis dahin in Wiefelstede gestanden hatte. Sie wurde untergebracht in einem kleinen Spritzenhaus, welches in der "Speetz" errichtet wurde.
Als Feuerwehrleute wurden alle Bauern und Handwerker verpflichtet, die in der Nähe des Spritzenhauses wohnten. Zum Wehrführer, damals Feuerwehrhauptmann genannt, wurde der Schmiedemeister Karl Twisterling bestimmt. Er hatte auch für die Wartung des Löschfahrzeuges zu sorgen. Oberpumper wurde der Malermeister Joh. Lüdken und Strahlrohrführer der Gastwirt H. Bremer.
Die Alarmierung der Wehr erfolgte durch sog. Brandhörner, was besonders zur Nachtzeit oder bei starkem Wind recht problematisch war. An Telefonen gab es in Neuenkruge nur eines in der Gastwirtschaft Bremer, heute Bremers Bauerndiele. Dann verstrich natürlich auch viel Zeit, bis eine Bespannung - 2 Pferde - zur Stelle waren. Erschwerend kam hinzu, dass alle Wege unbefestigte Sandwege waren, mit Ausnahme der Mansholter Straße und der Straße nach Borbeck, heute Bremerstraße. Der Löschbezirk war sehr ausgedehnt. Er reichte von Bokel (letztes Haus war Hankens Bauernhof) bis Düvelshoop, zwei Häuser hinter der Bahnlinie Oldenburg-Bad Zwischenahn. In Richtung Oldenburg reichte der Löschbezirk bis an die Grenze der damaligen Gemeinde Ofen, also bis Metjendorf. (Metjendorf und Ofenerfeld kamen erst nach dem Ausbau des Flugplatzes zur Gemeinde Wiefelstede).
An Wasserstellen standen in der Regel nur die bei jedem Haus befindlichen offenen Hausbrunnen zur Verfügung. Wenn ein Wasserführender Graben in der Nähe war, konnte man das als Glücksfall bezeichnen. Er musste aber auch schon sehr Nahe an der Brandstelle sein, denn eine längere Saugleitung konnte man an die Handdruckspritze nicht legen. Für die Feuerwehrleute fehlte jegliche Schutzkleidung. Uniformen gab es noch nicht.
Die Bedienung der Pumpe war recht schwer. Zwar standen an jeder Seite 3 bzw. 4 Wehrmänner, aber man ermüdete doch recht schnell von dem ständigen Auf und Ab.

